Samstag, 17. März 2007

Alkoholverbot für Jugendliche

Irgend wo in unserer Bundeshauptstadt nebenan bei unseren Volksvertretern, da ist es passiert. Ein Jugendlicher hat in einer Kneipe eine so große Menge Alkohol zu sich genommen, daß er sich seit dem im Koma befindet. Ein Skandal!

Und was machen unsere Politiker? Eigentlich würde man erwarten, man würde sich fragen, warum geltende Regeln des Jugendschutzes nicht befolgt wurden. Nein, weit gefehlt. In blindem Aktionismus fordert man gleich ein Alkoholverbot für Jugendliche. Warum wird der Wirt aber nicht belangt, der gegen geltendes Recht verstoßen hat? Ja, dieser Wirt war wirklich besorgt im Fernseh-Interview - aber nicht um den Jugendlichen, sondern um sein Geschäft mit den Koma-Säufern. Wäre der gleiche Jugendliche in einen Supermarkt gegangen, um Bier zu kaufen, er hätte dazu seinen Ausweis vorlegen müssen. In diesem Lokal war das wohl aber nicht erforderlich.

Was wir brauchen sind keine neuerlichen Verbote, sondern erst einmal die Durchsetzung der bestehenden Regeln. Erst wenn sich dabei herausstellt, daß etwas noch nicht ausreichend ist, dann kann und sollte über eine Verschärfung nachdacht werden.

Dienstag, 27. Februar 2007

Familien-Förderung - 140Mrd sind genug

Eigentlich hätte ich von Menschen, die die höchsten Ämter in diesem Land bekleiden doch etwas mehr Sachverstand und Weitblick erwartet. Aber weit gefehlt. Da werden alle Beträge, die auch nur im Entferntesten mit Familien zu tun haben zusammengetragen, aufsummiert und den Familien dann auf eine Art und Weise präsentiert, die diese als Schmarotzer in dieser Gesellschaft dastehen lassen.

Kinder zu bekommen, diese zu Erziehen und zu mündigen Bürgern zu machen ist aber ein Dienst an der Gesellschaft. Dieser Dienst kostet den Eltern Kraft, einen Teil ihrer Rente und manchmal auch ihre Karriere.

Davon ist aber bei den 140Mrd nicht die Rede. Da wird von Kindergeld, Erziehungsgeld, Baukindergeld und allerlei anderen Dingen berichtet. Nicht aber von Sorgen, Zukunftängsten und Entbehrungen der Eltern. Auch nicht von Müttern, die zu Gunsten ihrer Kinder auf einen erheblichen Teil ihrer Rente verzichten.

Statt dessen: die Eltern ruinieren diesen Staat mir maßlosen Forderungen. Eltern, die trotz Kindern arbeiten müssen, sind gezwungen zum Teil mit erheblichen finanziellen Aufwänden ihre Kinder in Tagesstätten unterzubringen. Und bekommen dann zu hören, daß die Erweiterung der bestehenden Betreuungseinrichtungen zu teuer ist.

Am liebsten würde man den Eltern auch noch die Schulbildung der Kinder als Familien-Förderung anrechnen - das wird aber nicht gemacht, offenbar um international vergleichbar zu bleiben.

Eine Gesellschaft, die derart verachtend über Familien denkt, braucht sich dann aber nicht zu wundern, wenn es künftig immer weniger Kinder in diesem Land gibt.