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Samstag, 17. März 2007

Eltern sollen für Schulausbildung der Kinder bezahlen

Erst einmal klingt der Vorschlag von Herrn Dr. Thomas Goppel bei einer Veranstaltung in München recht vernünftig. Wenn Eltern merken, daß Schulbildung richtig Geld kostet, dann sorgen sie sich vielleicht auch mehr um die Einhaltung der Schulpflichten ihrer Spößlinge.

Laut Plan dieses Politikers sollte dazu das Kindergeld angehoben werden - um satte 100 Euro. Nur mal so am Rande: Kindergeld gilt gemeinhin als Familien-Förderung und Schulausbildung nicht; trotzdem wird hier beides in einen Topf geworfen und kräftig verrührt.

Was wird geschehen? Eltern kaufen sich künftig die Art und Umfang von Bildung, die sie sich leisten können. Reiche Eltern - gute Bildung, arme Eltern - keine Bildung. So einfach. Zwei-Klassen-Gesellschaft von Geburt an, so nenne ich das.

Ich kann nicht verstehen, wie ein scheinbar gebildeter Mensch so einen Schwachsinn auch nur ernsthaft in Erwägung ziehen kann. Oder will er die totale Gesellschaft?

Dienstag, 27. Februar 2007

Familien-Förderung - 140Mrd sind genug

Eigentlich hätte ich von Menschen, die die höchsten Ämter in diesem Land bekleiden doch etwas mehr Sachverstand und Weitblick erwartet. Aber weit gefehlt. Da werden alle Beträge, die auch nur im Entferntesten mit Familien zu tun haben zusammengetragen, aufsummiert und den Familien dann auf eine Art und Weise präsentiert, die diese als Schmarotzer in dieser Gesellschaft dastehen lassen.

Kinder zu bekommen, diese zu Erziehen und zu mündigen Bürgern zu machen ist aber ein Dienst an der Gesellschaft. Dieser Dienst kostet den Eltern Kraft, einen Teil ihrer Rente und manchmal auch ihre Karriere.

Davon ist aber bei den 140Mrd nicht die Rede. Da wird von Kindergeld, Erziehungsgeld, Baukindergeld und allerlei anderen Dingen berichtet. Nicht aber von Sorgen, Zukunftängsten und Entbehrungen der Eltern. Auch nicht von Müttern, die zu Gunsten ihrer Kinder auf einen erheblichen Teil ihrer Rente verzichten.

Statt dessen: die Eltern ruinieren diesen Staat mir maßlosen Forderungen. Eltern, die trotz Kindern arbeiten müssen, sind gezwungen zum Teil mit erheblichen finanziellen Aufwänden ihre Kinder in Tagesstätten unterzubringen. Und bekommen dann zu hören, daß die Erweiterung der bestehenden Betreuungseinrichtungen zu teuer ist.

Am liebsten würde man den Eltern auch noch die Schulbildung der Kinder als Familien-Förderung anrechnen - das wird aber nicht gemacht, offenbar um international vergleichbar zu bleiben.

Eine Gesellschaft, die derart verachtend über Familien denkt, braucht sich dann aber nicht zu wundern, wenn es künftig immer weniger Kinder in diesem Land gibt.