Sonntag, 11. Februar 2007

Angemessenes Gehalt für Erzieherinnen

Nachdem Politiker verschiedener Parteien nun immer wieder einen Kindergarten mit Lehrauftrag fordern, möchte ich mit der Forderung nach einer angemessenen Bezahlung für Erzieherinnen kontern.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar wie es sein kann, daß ein Lehrer finanziell (und auch gemessen am Umfang des Urlaubs ;-) erheblich besser gestellt sein soll, als eine mindestens genau so hart arbeitende Erzieherin (oder Kinderpflegerin). Auch bei dem Vergleich der zugrunde liegenden Ausbildungszeit für den jeweiligen Beruf stehen Erzieher den Lehrern kaum nach.

Aber natürlich kann man hier mit dem aus unserer Schulpflicht resultierenden "Lehrauftrag" erwiedern. Wenn ich dann aber erlebe, mit welch geringem Maß an pädagogischer Ausbildung Lehrkräfte auf Kinder losgelassen werden, dann muß ich mich aber schon fragen, was letztlich diesen "Mehrwert" dieses Berufsstands gegenüber einer Erzieherin im Kindergarten ausmachen soll.

Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder

Da stellen sich angeblich informierte Politiker hin und beschließen ein Gesetz, das Eltern von Kleinkindern (also noch nicht Kindergarten-Alter) eine Betreuung ihrer Kinder zusichern möchte.

Dies geht aber vollkommen an den Realitäten vorbei. Kaum eine Betreuungseinrichtung ist ohne vorherige Investitionen in Personal und Räumlichkeiten in der Lage, diese Vorgaben überhaupt richtig umzusetzen.

Die Folge ist im Augenblick, daß Wickelkinder in normale Kindergartengruppen gesteckt werden und wertvolle erzieherische Leistungen von Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen zu Gunsten von Wickeltätigkeiten verschwendet werden. Weil passende Wickelmöbel fehlen, werden diese Kinder auf Bänken, oder einfach auf dem Boden inmitten von spielenden Kindern gewickelt.

Diese Kleinsten sind selbst noch nicht in der Lage am Spiel und den Angeboten für die größeren Kindergartenkinder teilzunehmen. Sie brauchen eine intensivere Betreuung, sonst sind Fehlentwicklungen der Persönlichkeit doch schon wieder vorprogrammiert. Diese Intensivbetreuung ist natürlich sehr personalintensiv - und damit auch teuer.

Die Kosten sollen aber die Kommunen tragen. Und woher sollen es die Kommunen nehmen? Ich schlage vor, von den Eltern. Denn die arbeiten sicherlich nur zu ihrem privaten Vergnügen, statt sich um ihren Nachwuchs zu kümmern.

Donnerstag, 8. Februar 2007

Was machen die Schulen mit dem Büchergeld

Da wird mit viel Trara das Büchergeld als Lösung gegen den Bildungsnotstand in Deutschland eingeführt und die Eltern damit noch mehr belastet.

Seit Jahren zahle ich nun - zwar widerstrebend, aber doch - meinen Anteil zum Ausstieg aus der Pisa-Krise. Nur neue Bücher hat's seitdem für mein Kind noch nicht gegeben.

Vielleicht lag es ja an der unklaren Situation bei der Rechtschreibreform (so richtig "fertig" ist man bei diesem Kasperltheater wohl noch nicht). Oder vielleicht haben die Schulen mit dem Geld ja auch andere Pläne? Aber komisch ist es dann schon, wenn Eltern von der Schule aufgefordert werden - freiwillig natürlich - für den Unterricht passende Bücher zu kaufen.

Das nennt sich dann wohl Bildungspolitik. Habe ich verstanden. Aber warum heißt das "Büchergeld" denn "Büchergeld"? Das muß man mir wohl noch erklären.